Hanf – die Zukunft der Textilindustrie

Nachhaltigkeit, ökologische Standards, Fair Trade. Das sind nur einige Begriffe, über die im Textilbereich seit einiger Zeit viel diskutiert wird.
Im Kommen sind vor allem ökologische Textilien wie Bio-Baumwolle und Bio-Leinen.

Baumwolle vs. Hanf

Doch vielen Menschen sind die Auswirkungen der Baumwollproduktion gar nicht bewusst. Ob bio oder nicht, beim Anbau von Baumwollfasern werden zwischen 7.000 und 29.000 Litern Wasser pro Kilogramm benötigt. Da der normale Niederschlag dafür nicht ausreicht, werden künstliche Bewässerungsanlagen gebaut, die zum großen Teil zu Staunässe und letztendlich zu einer unglaublichen Wasserverschwendung führen. Sparsamere Methoden zur Bewässerung sind vielen Produzenten bisher noch zu kostenintensiv. Aktuelle Artikel zeigen das bekannteste Beispiel für die dramatischen Folgen – den Niedergang des Aralsees. Vor wenigen Jahren noch das viertgrößte Binnengewässer, enthält der Aralsee heute nur noch knapp ein Drittel der ursprünglichen Wassermenge. Eine wirkliche Katastrophe für unsere Natur.

Was kann Hanf nun besser? In erster Linie ist Nutzhanf unglaublich pflegeleicht und wächst fast überall. Für die Produktion der gleichen Menge wird im Vergleich zu Baumwolle nur 1/10 bis 1/14 des Wassers benötigt. Außerdem können die Fasern nicht nur für Textilien, sondern auch als Dämmmaterial verwendet werden, und auch Hanfsamen finden im Lebensmittelbereich immer mehr Anklang. Damit ist Nutzhanf mit Abstand der vielseitigste und ökologischste Rohstoff.

 

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