WELTBIENENTAG - 7 Tipps wie Du Bienen retten kannst

Heute ist Weltbienentag - ein Tag, der uns daran erinnern soll, wie schlecht es um Bienen steht.

Bienen spielen eine zentrale Rolle für unser Ökosystem. Seit Jahren sinkt die Population der Bienen rasant und schuld ist vermutlich der Mensch - also WIR.

Dass die Biene essenziell für unsere Lebensmittel und damit für unser Überleben ist, scheint vielen auf den ersten Blick gar nicht klar zu sein. Wie sollte ein so kleines, unscheinbares und manchmal sehr nerviges Insekt auch so viel Einfluss auf unser Leben haben? Doch so ist es.

Nicht nur der Honig würde fehlen, wenn es die Biene nicht mehr gäbe. Auch Äpfel, Birnen und unzählige andere Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen. Denn die Biene trägt, bei ihrer Nahrungssuche, ihre Pollen von Blüte zu Blüte und bestäubt diese damit. Etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wird mit ihrer Hilfe bestäubt. Und nicht nur das. Die Biene trägt wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Denn die Verbreitung der Pflanzen durch ihre Pollen bildet auch die Grundlage für Nahrungsquellen anderer Lebewesen.

In Europa ist die Bienen-Population in den letzten Jahren bereits um zehn Prozent gesunken, in den USA sogar um 30 Prozent und mit knapp 85 Prozent hat der Nahe Osten seine Bienen bald ausgerottet (Quelle: NABU).

Ob wir Bienen weiterhin als lästige kleine Insekten ansehen sollten, die am besten unter der Fliegenklatsche verschwinden? Auf keinen Fall!

Deshalb haben wir nachfolgend sieben Tipps für Dich gesammelt, wie Du die Bienen retten kannst:

    1. Pflanze, wenn Du einen Garten, Balkon oder großes Fensterbrett hast, bienenfreundliche Blumen.

    Zum Beispiel Sonnenblumen, Lavendel oder Gänseblümchen. Auch Kräuter sind bei Bienen sehr beliebt, u.a. Schnittlauch, Thymian und Minze. Eine Liste weiterer bienenfreundlicher Pflanzen findest Du im Beitrag von Link zu Franzi Schädel.
    Falls Du einen Garten hast, verzichte doch mal auf das Rasenmähen und lass die Natur wild wachsen. So bietest Du den Bienen und Insekten einen ganz natürlichen Lebensraum.

      2. Kaufe biologische Lebensmittel

      und unterstütze damit eine nachhaltige Landwirtschaft, die ohne Pestizide und Chemie arbeitet, denn (3.). Saisonale und gleichzeitig regionale und biologische Lebensmittel sind die bessere Wahl.

        3. Verzichte auf Unkrautvernichter und Pflanzenschutzmittel,

        die bienenschädlich sind. Schnell greift man zur Chemie, um lästiges Unkraut oder Schädlinge zu beseitigen. Mittlerweile gibt es viele biologische Helfer. Frage in deinem Gartenmarkt nach.

          4. Werde Bienen-Pate!

          Mit einer Bienen-Patenschaft rettest Du aktiv Bienen in Deiner Stadt. Als Dankeschön erhältst Du ein Glas Honig. Auch super als Geschenk für Freunde oder Familie!

          5. Baue oder kaufe ein Bienenhotel.

          Tolle Bienen- oder Insektenhotels gibt es mittlerweile auch hin und wieder im Einzelhandel. Online gibt es einfache Anleitungen für selbstgebaute Bienenhotels (z.B. hier).

           

            6. Kaufe Honig aus Deiner Region.

            Ein Großteil der im Supermarkt angebotenen Honige sind Importe und Mischungen von Honigen aus Nicht-EU-Ländern. Neben der langen, nicht-ökologischen Transportwege, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Pollen nicht von genmanipulierten Pflanzen in den Honig gelangen. Achte also darauf, dass Dein Honig regional hergestellt wird.

              7. Kläre Dein Umfeld auf!

              Last but not least. Sprich darüber und kläre Deine Freunde und Familie über das Bienensterben auf. Nur so können wir gemeinsam die Bienen retten. Und gemeinsam ein schönes Projekt dafür zu starten, wie bspw. ein Bienenhotel bauen, kann sehr viel Spaß machen.

                Hast Du noch einen Tipp, wie wir die Bienen retten können?

                Mit dem Hashtag #wirlassenesblühen ruft Franzi Schädel, zusammen mit Carolin von Parzelle14 und den Stadtgärtner*innen, zum gemeinsamen Säen bienenfreundlicher Pflanzen auf. Bist Du dabei? Teile Deine Beiträge unter dem Hashtag auf Instagram.

                Liebe Grüße
                Elisabeth

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